
Auch wenn die meisten Patienten vor dem Eingriff etwas „Angst“ haben, sagen sie hinterher, dass es weniger schlimm gewesen sei, als das Abschleifen eines Zahnes. Auf das Zahnimplantat, eine künstliche Zahnwurzel aus einer Titanlegierung oder aus Zirkonoxidkeramik wird die Zahnkrone aufgesetzt wie auf einen abgeschliffenen Zahn. Die unter normaler lokaler Betäubung durchgeführte Implantation ist ein absolut schmerzfreier Eingriff, was durch die beachtliche Zahl von 1 Million Implantate im Jahr 2009 in Deutschland bestätigt wird.
Das Einsetzen eines Implantates stellt für einen Implantologen einen einfachen Eingriff dar. Herr Dr.Richter verfügt seit seiner Tätigkeit an der Mund-, Zahn-, Kieferklinik der Universität Heidelberg über eine mehr als 20 jährige Erfahrung. Diese Erfahrung hat er vertieft durch stetige Fort- und Weiterbildungen bis hin zur implantologischen Zertifizierung durch mehrere deutsche und internationale implantologische Fachgesellschaften. Er führt eigene Kurse in 3D-Computerplanung von Implantaten durch – der sogenannten Navigation in der Implantologie.
Da es für Implantate keine Altersbeschränkungen gibt und auch nur bei ganz wenigen schweren Erkrankungen nicht implantiert werden kann, sind sie aus der heutigen Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken. Weder eine Zuckererkrankung, Hypertonie, Herzpatienten noch Markumarpatienten brauchen auf Implantationen zu verzichten. Eine individuelle anamnestische Abklärung erfolgt in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis. Auch für starke Knochenatrophien gibt es mit dem Malo-Konzept eine Hervorragende Lösungsmöglichkeit (vergleiche den nächsten Punkt: ALL-ON-4).
1 a. Einzelzahnimplantat: Zahnimplantat zum Schluss von Zahnlücken
1 b. Freiendsituation: Zahnimplantate zum Ersatz fehlender hinterer Zähne
2. Multiple-Implantate: Implantate für eine abnehmbare Teilprothese oder Brücke festsitzende Brücke oder Ganzkieferversorgung
3. All-on-4: Implantationskonzept nach Dr. Malo – Ganzkieferversorgung
Zahnlücke
Implantat mit Krone
Es fehlt ein Zahn. Der Patient wünscht ein Implantat, weil er das Abschleifen der Nachbarzähne für eine Brücke ablehnt oder er einen adäquaten Ersatz des fehlenden Zahnes wünscht.
Mit ein bis mehreren Implantaten werden fehlende Zähne im hinteren Backenzahnbereich ersetzt. Dies ist natürlich auch im Frontzahnbereich möglich. So erhält man feste Zähne und ein herausnehmbarer Zahnersatz (Teilprothese) kann vermieden werden.
Sind nur noch wenige eigene, vielleicht auch gelockerte Zähne vorhanden, die eine Teilprothese nur unzufriedenstellenden Halt geben, können ein bis wenige Implantate helfen, den Halt der Prothese wiederherzustellen. Dies nennt man Pfeilervermehrung. Ist der Kiefer zahnlos, kann man an 2-4 Implantaten eine Teilprothese befestigen.
Sind zu wenig eigene Zähne vorhanden für eine festsitzende Lösung, besteht die Möglichkeit, mit zusätzlichen Implantaten wieder eine festsitzende Versorgungzu etablieren. Ist der Kiefer vollständig zahnlos, kann man die Situation mit 6-8 Implantaten durcheine große abnehmbare oder festsitzende Brücke lösen. Unter bestimmten Gestaltungsbedingungen ist auch eine Lösung mit nur 4 Implantaten festsitzend möglich. Lesen Sie dazu den nächsten Punkt „Malo-Konzept“.
Seit über 10 Jahren existiert ein neues Implantationskonzept, das von seinem Erfinder,dem portugiesischen Zahnarzt Dr.Malo benannt wurde. Auf nur 4 Implantaten – all on 4 –wird eine Brücke mit insgesamt 10-12 Zähnen befestigt.
Sein Vorteil ist, dass es sich für Fälle von stark reduziertem Knochen- und Zahnfleischangebot eignet: die beiden hinteren Implantate werden unter Schonung von Kieferhöhle oder Nervus alveolaris inferior schräg nach vorne eingesetzt.
Dies hat den Vorteil, dass der Nervus alveolaris inferior nicht geschädigt werden kann und eine Sinus lift OP nicht benötigt wird. Außerdem kann auf kostspielige (und manchmal komplizierte) Knochenaufbauten verzichtet werden. Fehlende Zahnfleischanteile werden durch Prothesenkunststoff ersetzt. Die Erfolgsrate beträgt 98,5%.